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Dr. med. Knud Gastmeier, Präsident

Pressemitteilung, Potsdam, den 28.02.2009

Brandenburger Schmerztherapeuten vereinigt

Initiative „Krebsschmerz in Therapie“, Würdevolles Leben für Krebsschmerzpatienten

Die Brandenburger Schmerztherapeuten haben auf ihrem 1. Treffen, nach dem Zusammenschluss im „IABS-Netz.e.V“ am 28.02.2009 die Arbeitsschwerpunkte neu festgelegt. Der wichtigste Schwerpunkt wird in den nächsten Jahren der chronische Rückenschmerz sein. Hier wurde in der Vergangenheit eine umfassende Vorarbeit geleistet. Das Projekt muss jetzt mit den Krankenkassen verhandelt und möglichst rasch im Interesse der betroffenen Patienten umgesetzt werden. Parallel zu diesen Verhandlungen werden die Schmerztherapeuten sich besonders für Krebsschmerzpatienten einsetzen.

Im „Global Year Against Cancer Pain“ zu dem die Internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes 2008/09 aufgerufen hat, wollen sich die Brandenburger Schmerztherapeuten für ein würdevolles Leben mit Krebs einsetzen. Der Schmerz quält Krebspatienten immer noch mehr als nötig. Nach Meinung der Brandenburger Schmerztherapeuten muss ein würdevolles Leben mit Krebs Priorität vor dem würdevollem Sterben haben. Die hier für notwendige Therapie von Krebsschmerzen, körperlichen Verfall und psychosozialen Problemen muss frühzeitig beginnen und kontinuierlich fortgesetzt werden.

Um dieses Ziel in Brandenburg umzusetzen, haben die Schmerztherapeuten ein bundesweit einmaliges Fortbildungsangebot für 2009 gestartet. Mit mehr als 100 regionalen Fortbildungsveranstaltungen (nachzulesen: www.iabs-netz.de), erhalten die Brandenburger Ärztinnen, Ärzte, Psychologinnen und Psychologen die Gelegenheit, sich wohnortnah mit den Besonderheiten des Krebsschmerzes und der Lebensphase vor dem „letzten Weg“ auseinander zusetzen. Krebspatienten brauchen nicht nur am Lebensende, sondern auch davor kompetente Unterstützung. Dass dies in Brandenburg möglich ist, haben die Schmerztherapeuten auf ihrer letzten Tagung im November 2008 vorgestellt.

Für Krebspatienten und Angehörige organisieren die Leiter der Schmerzkonferenzen an verschiedenen Orten am 11.03.2009 den Aktionstag „Tumorschmerz“. Während dieses Aktionstages auf dem wichtige und moderne Krebsschmerztherapien vorgestellt werden, werden sich aber die Veranstalter auch an die Patienten wenden, um sich von der derzeitigen Versorgungssituation ein konkretes Bild zu machen.

Wir hoffen auf eine große Akzeptanz und ein aktives Miteinander für unsere Initiative „Krebsschmerz in Therapie“.

Dr. med. K. Gastmeier
Präsident